Meine Ziele

Mit der Schaffung des Amtes einer Beauftragten für Aussiedler und Vertriebene wollte die Bayerische Staatsregierung ihre Wertschätzung für Deutsche, die ihre Heimat in Ostmittel- und Osteuropa verlassen mussten, zum Ausdruck bringen. Es erfüllt mich mit Stolz, diesen Auftrag erfüllen zu dürfen. Aus meiner Verantwortung für die Aussiedler und Vertriebenen in Bayern erwachsen für mich drei Aufgaben:

Interessenvertretung für Aussiedler und Vertriebene

In meiner Funktion als Beauftragte verstehe ich mich als „Kümmerin“ – ich setze mich für die Anliegen und Interessen der Aussiedler und Vertriebenen im Freistaat ein. So ist es meine Aufgabe, offene Fragen und bleibende Probleme zu lösen, die durch den Verlust der Heimat, Deportation und Diskriminierung der Aussiedler und Vertriebenen in ihren Herkunftsländern entstanden sind.

Dies beinhaltet auch die Interessenwahrung im Einzelfall. Hier kommt mir meine Erfahrung als langjährige Vorsitzende des Petitionsausschusses zugute. Sie können sich jederzeit mit Ihren Ideen und grundsätzlichen Anregungen, aber auch mit konkreten, individuellen Anliegen an mich wenden.

All diese Maßnahmen dienen der Erreichung meines wichtigsten Zieles: Ich möchte den Aussiedlern und Vertriebenen in Bayern die öffentliche Wahrnehmung und den Respekt verschaffen, den sie verdienen.
 

Erhalt und Pflege des deutschen Kulturerbes im Osten

Ein weiteres wichtiges Anliegen ist mir die Unterstützung der Brauchtumspflege der Landsmannschaften und der Erhalt deutscher Kulturgüter in den Herkunftsländern. Maßnahmen wie der vom Freistaat geförderte Bau des Sudetendeutschen Museums in München sowie die Schaffung des Kulturzentrums der Deutschen aus Russland in Nürnberg sollen hierzu einen Beitrag leisten.

Zur Kulturpflege gehört auch, den Jüngeren die deutsche Geschichte und Kultur der Deutschen im Osten nahezubringen. Daher möchte ich neue Akzente in der bayerischen Bildungspolitik setzen. Es mir ist wichtig, dass die Geschichte der Deutschen in Ost- und Ostmitteleuropa sowie die Hintergründe der Vertreibung stärker Eingang in den Geschichtsunterricht an bayerischen Schulen sowie in die Lehre an Hochschulen und Universitäten finden.
 

Verständigung mit den Herkunftsländern der Aussiedler und Vertriebenen

Die deutschen Aussiedler und Vertriebenen haben durch ihre besonderen Landeskenntnisse eine Brückenfunktion in ihre Herkunftsländer. Sie befördern sowohl den kulturellen Austausch, als auch den Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen. Um die Verständigung zwischen Deutschland und Bayern einerseits und unseren Nachbarn im Osten andererseits voranzutreiben, arbeite ich eng mit dem Bund der Vertriebenen, den Landsmannschaften und den Vertriebenenverbänden in Bayern zusammen. Zudem treffe ich mich regelmäßig mit den in München akkreditierten diplomatischen Vertretern der Herkunftsländer der Aussiedler und Vertriebenen. Mein Ziel ist es, die Kontakte, die Zusammenarbeit und die Freundschaft zu den Herkunftsländern weiter auszubauen.